Ein Grund zum Feiern

6 Comments

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt!

Vor einer Woche habe ich es amtlich bekommen: meine Kündigung wegen Betriebseinstellung. Ich war bis jetzt Auszubildende für den Beruf der Kauffrau für Marketingkommunikation in einer Werbeagentur. Auszubildende bin ich jetzt immer noch, aber gleichzeitig arbeitslos.

Für mich kein Grund mehr zum Heulen, sondern eher einer zum Feiern. Zum Einen bin ich von der Abschlussprüfung nur noch einige Wochen entfernt und zum Anderen konnte ich mich schon lange auf dieses Ende vorbereiten. Insgeheim ahnte ich schon seit einigen Monaten, dass es nicht mehr lange gut gehen wird. Jetzt schließt sich zwar eine Tür hinter mir, aber es öffnen sich gleichzeitig 1000 andere und ich habe jetzt einen riesengroßen Schritt in Richtung Freiheit gemacht. Deshalb möchte ich in meinem ersten Blogbeitrag gerne erzählen, wie dieses Projekt eigentlich zustande gekommen ist.

Meine Ausbildungszeit

In der Ausbildungszeit habe ich sehr viel gelernt, nicht nur fachlich, sondern vor allem viel über mich selbst. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt, hatte super Kollegen und Kolleginnen mit denen es niemals langweilig wurde, die immer zusammen gehalten haben. Bis zu einem Zeitpunkt, ab dem es erst langsam, später immer schneller, bergab ging. Das lag nicht an schlechter Leistung, sondern an einer Vielzahl von unglücklichen Ereignissen die den Karren losrollen und schließlich vor die Wand fahren ließen.

Gerade in den vergangenen Monaten, in denen für mich alles immer schwieriger wurde, habe ich am meisten gelernt. Die Arbeitssituation wurde immer schlechter, sodass ich teilweise kaum noch etwas zu tun hatte und von der Stimmung wirklich gelähmt war, um noch produktiv zu sein. Trotzdem musste ich natürlich zur Arbeit kommen und dort meine Zeit absitzen. Dabei begann ich dann sehr viel nachzudenken.

Zeit zum Denken ist Zeit zum Wachsen

Ich stellte mir die Frage, warum ich überhaupt noch herkomme, weil es ja absolute Zeitverschwendung war. Ich hatte aber keine Wahl und musste kommen. Schließlich konnte ich ja nicht einfach 10 Wochen Urlaub nehmen.

Ich stellte mir vor, was ich in dieser wahnsinnig langen Arbeitszeit alles anstellen könnte. Ich überlegte mir, was ich lieber machen würde, als in diesem Büro zu sitzen. Dabei wurde mir klar wie unglaublich viel Zeit man für seinen Job aufbringt und wie unglaublich traurig es ist, wenn er einen so wenig erfüllt, wie ich es in dem Moment war.

Mir wurde klar, dass ich mehr will, als einen klassischen „9 to 5“ Bürojob, nur um Geld zu verdienen und davon vielleicht ein oder zwei Mal im Jahr in den Urlaub zu fahren. Mir wurde klar, dass ich keine Karriere starten, mich irgendwo in einem Konzern hocharbeiten möchte, um dann immer mehr Geld, aber immer weniger Zeit zu haben. Mir wurde klar, wie kostbar meine Zeit ist und dass ich nur einmal lebe. Das kann einfach nicht alles gewesen sein. Mir wurde klar, dass ich eine Aufgabe brauche, die einen tieferen Sinn hat. Eine Aufgabe, die mehr bewegt, als nur die Zahl auf meinem Konto. Mir wurde klar, dass ich etwas erschaffen wollte, worin ich mich selbst verwirklichen und meiner Leidenschaft nachgehen kann.

Glückliche Umstände

Anfang des Jahres hätte ich nicht mal ansatzweise gedacht, dass ich mal einen Blog schreiben werde, aber glücklicherweise saß ich ja in diesem Moment in einer Werbeagentur mit vielen kreativen Köpfen.

Eine große Inspirationsquelle war für mich meine Ausbilderin Julia, mit der ich das Büro teilte. Auf ihrem Blog www.juliefeelsgood.de schreibt sie über ihre Leidenschaft für Clean Eating und einen gesunden und fitten Lebensstil. Da habe ich natürlich so einiges mitbekommen und immer wieder gemerkt, wie viel Spaß es ihr macht, neue Rezepte zu kreieren und anderen Menschen Tipps zu geben und ihnen so zu helfen ihrem Ziel näher zu kommen.

Wir haben viel geredet und ich habe viel darüber nachgedacht, was ich eigentlich gerne machen würde. Irgendwann sagte ich dann (eher als Scherz) „Ich glaube ich starte auch einfach einen Blog!“. Einmal den Gedanken in meinen Kopf gesät, wuchs er dort langsam von einem simplen beiläufigen Scherz zu einer Idee.

Die finale Entscheidung

Aber worüber sollte ich schreiben? Mode? Ganz sicher nicht. Ich gehe wohl ganz gerne mal shoppen, aber ein Experte bin ich da sicher nicht. Was gäbe es noch. Beauty? Fitness? Reisen? Alles sicher Dinge mit denen ich mich irgendwie identifizieren kann, aber nichts was es noch nicht gibt und auch nichts, wo ich wirklich hinter stehe.

Dann fiel es mir ein. In den ganzen letzten Wochen ging es mir doch eigentlich nur um eine Sache: Freiheit! Die Freiheit die Dinge tun zu können, die ich möchte. Die Freiheit ich selbst sein zu können. Frei zu Denken und frei zu Handeln. Sich frei Äußern zu können. Unabhängig sein, sich eigene Werte bilden und diese Leben. Sich von gesellschaftlichen Konventionen zu lösen und Dinge einfach mal zu hinterfragen und anders zu machen.

Freiheit ist also das eine, das mir am Ende alles gibt, was ich mir wünsche. So entstand der Name: daseinealles.

Logo_Left_Sidebar_249x172Jetzt musste nur noch ein Logo her und eine schöne Website. Meine ehemalige, sehr talentierte Mitazubine Kathi war so lieb mir das tolle Logo zu gestalten.

Der Vogel symbolisiert das freie Individuum, das mit seinen Flügeln den Kreis der gesellschaftlichen Zwänge durchbricht.

Die Website habe ich mir dann mithilfe meiner wenigen WordPress-Vorkenntnissen aus der Ausbildungszeit selbst zusammengebastelt, was viel umfangreicher war, als ich gedacht hätte.

Naja, jetzt bin ich hier und schreibe den ersten Artikel für meinem Blog. Der Anfang eines neuen Lebensabschnitts, auf den ich mich sehr freue. Ich bin gespannt, was ich auf diesem Weg alles lernen und welchen Menschen ich begegnen werde. Bis hierhin bin ich erstmal nur dankbar für alles, was mich hierher gebracht hat!


Kommende Woche in meinem nächsten Artikel geht es um gesellschaftliche Normen und Regeln. Stay tuned.

Bis dahin, Marlene

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Hat dir der Artikel gefallen? Teile ihn mit deinen Freunden!
6 Kommentare