Wie dein Start in den Tag dein Leben verändert – Die Morgenroutine

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Blogparade zentreasures.de Guten Morgen - Meine Morgenroutine
Die liebe Chrissi von zentreasures.de hat vor ein paar Wochen zur Blogparade zum Thema „Guten Morgen! Meine Morgenroutine“ aufgerufen, an der ich mich heute beteiligen möchte.
Unsere Morgenroutine bestimmt, wie wir in den Tag starten und von ihrer Qualität hängt oft auch ab, wie der gesamte Tag verläuft. Vielleicht glaubst du, dass du gar keine Morgenroutine hast, weil du dir noch nie bewusst Gedanken darüber gemacht hast, wie du in den Tag startest. Aber auch unbewusst etablierst du eine bestimmte Routine, die sehr wesentlich deinen Tagesablauf, deine allgemeine Stimmung und deine Gedanken beeinflusst.
Ich finde deshalb ist es nur empfehlenswert einmal bewusst den täglichen morgendlichen Ablauf zu reflektieren und zu überlegen, welche Handlungen am Morgen, welche Einflüsse auf den Tag haben könnten.

Wie dein Start in den Tag dein Leben verändert – Die Morgenroutine

Um das Thema und die Auswirkungen der Morgenroutine zu verdeutlichen, erzähle ich mal von meinen eigenen Erfahrungen:

Eine unbewusste Morgenroutine ist auch eine Routine

Im letzten Jahr bin ich selbst noch sehr unbewusst in den Tag gestartet. Das sah ungefähr so aus:

Aus welchem Grund stehe ich morgens eigentlich auf?

Der Wecker klingelte immer zum ersten Mal eine Stunde bevor ich aufstehen wollte. Denn ich dachte, dass ich so viel Zeit zum Wachwerden brauchte. Das eigentliche Problem war aber die Tatsache, dass ich mich nie richtig auf den Tag freute. Meine Realität war nicht so schön, dass ich mit Freude aus dem Bett springen wollte. Ich hatte nie das Gefühl, dass mich ein Tag voller Wunder und Chancen erwartete, sondern nur der langweilige schnöde Alltag, von dem ich die meiste Zeit im Büro saß und nur wenig Zeit für Dinge hatte, die ich wirklich gern tun mochte. Also irgendwie gab es da nichts für das ich gerne aufstehen wollte.

Von Schlummertastenmissbrauch und Realitätsflucht

Weil ich also gar keine Lust auf „das Leben“ hatte, wollte ich lieber so lang es nur ging in meinem warmen und kuscheligen Bett liegen bleiben. Das Ganze artete in einem heftigen Schlummertastenmissbrauch (über eine Stunde, alle 5 Minuten) aus, der mit verrückten und teilweise echt verstörenden Traumphasen im leichten Schlaf gespickt war. Nicht gerade erholsam also.

Als ich dann aber halbwegs wach war, ging der erste Griff immer direkt zum Handy, um Nachrichten und Soziale Netzwerke zu checken. Dabei verlor ich mich zu oft im Medienzirkus und meinte die Zeit würde solange angehalten, bis ich wieder in die Realität zurück komme. Wenn mir dann wieder bewusst wurde, dass dem nicht so ist, habe ich es dann doch noch irgendwie geschafft mich auf den letzten Drücker aus dem Bett zu quälen.

Anziehen oder Verkleiden?

Total verwirrt – mit meinen Gedanken irgendwo zwischen den verrückten Träumen, den Eindrücken aus den eben konsumierten Medien und der Realität – habe ich versucht mir etwas zum anziehen auszusuchen. Dabei fühlte ich mich aber in keinem Outfit richtig wohl und wählte immer das für mich kleinste Übel.

Sparen an der falschen Stelle

In die Klamotten gezwängt ging es flott ins Bad, wo alles im Schnelldurchlauf erledigt wurde, denn ich war ja durch das lange Klamottensuchen, den Ausflug in die Social Media Welt und das ohnehin schon späte aufstehen sowieso viel zu spät dran. Zum Frühstücken habe ich mir also auch nie Zeit genommen. Meistens habe ich nicht mal ein Glas Wasser getrunken, sondern mir nur meine Tasche geschnappt, irgendwas essbares hineingestopft oder darauf gehofft, dass ich genügend Geld für ein Brötchen oder ein Mittagessen dabei hatte. Dann ging es ab ins Auto und zur Arbeit.

Durch die Krise kommt Veränderung

Als mein Ausbildungsbetrieb dann langsam den Bach runter ging, wurde ich selbst auch mit in die Krise gezogen. Ich wurde mit Ängsten, Zweifeln und lauter Fragen bombardiert, sodass ich einfach gar keine Wahl mehr hatte, als mir mal bewusst Gedanken darüber zu machen, was da eigentlich läuft bzw. was ich da eigentlich mache und was ich stattdessen lieber tun würde. Eine anstrengende und erkenntnisreiche Zeit, die ich da durchleben musste. Im nachhinein ein wunderbares Geschenk! Mehr dazu kannst du in meinem ersten Blogpost, der im „Über mich“ nachlesen.

Mit dem Wachstum meines inneren Bewusstseins wuchs also nach und nach auch mein Bewusstsein für die kleinen Dinge und alles was „normal“ und „alltäglich“ war. Ich stellte fest, dass viele Dinge, die ich tat absolut schlecht für mich waren, also fing ich langsam an, meine Gewohnheiten zum positiven umzustellen. So entwickelte sich auch meine bewusste und positive Morgenroutine:

Meine Morgenroutine – bewusst & positiv in den Tag starten

Mein Wecker klingelt, wenn ich aufstehen will – die Schlummertaste ist verbannt

Mein Wecker ist – wie bei wahrscheinlich vielen – mein Handy. Statt es neben mein Bett zu legen, platziere ich es eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen am anderen Ende des Zimmers. Das hat erstens den Vorteil, dass ich vor dem Schlafen besser zur Ruhe komme, weil ich nicht mehr drauf schaue und zweitens muss ich wirklich aufstehen, um den Wecker auszustellen. Schon bin ich aus dem Bett, ohne eine Minute weiter zu schlummern.

Der erste Griff geht zur Wasserflasche, nicht zum Handy

Nachdem ich mein Handy nur kurz berührt habe, um den Wecker auszustellen, gönne ich mir erst mal ein paar große Schlücke Wasser, um meine Reserven wieder zu füllen. Schon danach bin ich wach. Ich öffne meine Vorhänge und lasse erst mal Licht rein. Im Idealfall werde ich von Sonne, einem grünen Garten und Vogelgezwitscher begrüßt.

Ab auf die Yogamatte – Atmen, Erden, Aktivieren

Nachdem mich die Schönheit der Natur durchs Fenster begrüßt hat, rolle ich meine Yogamatte mit Blick in Richtung Fenster aus und starte mit Pranayama (Atemübungen) im stehen, um in meinem Körper anzukommen und meine ganze Aufmerksamkeit auf mich zu richten. Dabei bin ich nur bei mir und meiner Atmung, alles andere ist vorerst egal. Nach einigen tiefen Atemzügen starte ich mit dem Sonnengruß und kombiniere nach ein paar Runden mit verschiedenen Asanas. Dabei bewege ich mich einfach so, wie es sich gerade gut anfühlt. Zum Abschluss gibt es meist noch eine kurze Meditation im sitzen.

Das Frühstück wird zelebriert, nicht vergessen!

Aktiviert und geerdet freue ich mich dann schon auf mein Frühstück. Es gibt selbstgemischtes Müsli, dazu Obst und grünen Tee. Dafür lasse ich mir immer gerne Zeit mache mir meine Lieblingsmusik an und genieße das Essen. Erst, wenn ich mit dem Essen fertig bin und meine Tee trinke, nehme ich mein Handy zur Hand und checke meine Nachrichten und die Sozialen Netzwerke. Und das auch nur so lange, bis der Tee leergetrunken ist.

Nach dem Essen geht es ins Bad, wo ich mich in Ruhe für den Tag fertig mache und mir nochmal ein Lächeln im Spiegel schenken kann. Ich ziehe mir Klamotten an, die bequem sind und in denen ich mich wirklich wohl fühle. Dann erst starte ich so richtig in den Tag.

„Der Morgen macht den Tag“

Wie man also sieht, hatte ich sehr wohl schon immer eine Morgenroutine. Zwar hatte ich sie mir vor einem Jahr nicht bewusst „zurechtgelegt“, sondern bin einfach unbewusst in den Tag gestartet. Genauso unbewusst ist dann meistens auch der Rest des Tages (sowie mein „ganzes Leben“) verlaufen. Es ist jetzt nicht so, dass mein Leben vor einem Jahr absolut scheiße war, ich nie gelacht habe oder gar keine Freude am Leben gehabt hätte. Nein! Aber wenn ich jetzt zurück blicke erscheint mir die Zeit so, als hätte permanent ein Schleier über mir und meinen Empfindungen gelegen. Als hätte ich einfach nicht richtig gelebt, da ich so unbewusst durch das Leben gegangen bin.

Reflektiere deine Gewohnheiten

Hiermit möchte ich einmal an dich appellieren, dass du deinen Start in den Tag reflektierst. Vielleicht bist du ja auch ein Schlummertastenjunkie und kommst nur schwer aus dem Bett? Oder tauchst als erstes in die Sozialen Netzwerke ab, statt bei dir zu bleiben?

Stelle dir folgende Fragen:

Was mache ich jeden Morgen?
In welcher Reihenfolge mache ich es?
Wofür nehme ich mir besonders viel Zeit und wofür eher nicht?
Warum mache ich das so?

„Darum.“ oder „Weil ich es halt immer so mache.“ sind da keine akzeptablen Antworten. Hinter jeder unserer Handlungen ist eine bestimmte Intention versteckt. Ich wünsche mir, dass du dir deinen Intentionen bewusst wirst (ob sie nun positiv sind oder nicht), dir selbst auf den Grund gehst und in Zukunft achtsamer in den Tag startest und bewusster durchs Leben gehst! Für mich hat sich dadurch vieles zum Positiven verändert!


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Wie sieht deine Morgenroutine aus? Lebst du sie bewusst oder noch unbewusst? Was darf bei dir an einem gelungenen Morgen nicht fehlen?

Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen! 🙂

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8 Kommentare
  • Chrissi

    Antworten

    Ach Marlene, ich lese deine Beiträge einfach so gerne! Deshalb hat es mich erst recht gefreut, dass du an meiner Blogparade teilgenommen hast. <3

    Immer wieder habe ich mich in diesem Post wiedererkannt; vom unbewussten Aufstehen über den Medienzirkus, über „irgendwas zu Essen in die Tasche stopfen“, usw.
    Gerade dieses „unbewusst in den Tag starten“ geht vermutlich vielen so. Man kommt gar nicht auf die Idee, am Morgen etwas für sich zu tun, geschweige denn, sich auf den Tag zu freuen.
    Deine derzeitige Morgenroutine macht mir direkt ein warmes Gefühl. Man spürt richtig, wie gerne du sie zelebrierst und wie gut sie dir tut. Auch das kann ich total nachvollziehen, gerade, weil meine ähnlich ist.

    Dass du dir morgens noch ein Lächeln schenkst, finde ich übrigens sehr interessant. Das habe ich heute schon auf einem anderen Blog gelesen und dachte mir „Mensch, warum bist du da noch nicht drauf gekommen? Das ist so eine tolle Idee!“. Das werde ich ab sofort auch in meiner Morgenroutine einbringen. 🙂

    Danke für deinen Beitrag und liebe Grüße!
    Chrissi

    • Marlene

      Liebe Chrissi,

      das freut mich sehr zu lesen! 🙂 Ich habe mich auch sehr über deine Blogparade gefreut, da mich dieses Thema immer wieder beschäftigt.

      „Man kommt gar nicht auf die Idee, am Morgen etwas für sich zu tun, geschweige denn, sich auf den Tag zu freuen.“ Genauso ist es leider und ich möchte nie wieder dahin zurück! Meine Morgenroutine hat wirklich viel verändert und ich merke immer wieder, dass der Tag „schlechter“ läuft, wenn ich sie mal nicht umsetzten kann.

      Ein Lächeln hilft immer.. 😀

      Liebste Grüße
      Marlene

  • Patrick Kaufmann

    Antworten

    Sehr interessant zu lesen!
    Ich bin froh das es Internetautor wie dich gibt. Danke die Informationen sind kompakt, verständlich und kurzweilig aufbereitet und auch noch super verknüpft.
    Alles auf einen Blick.
    Mach weiter so.

    • Marlene

      Vielen Dank für dein positives Feedback, Patrick! 🙂

  • Fräulein Stressfrei

    Antworten

    Hallo Marlene!

    Ein schöner Artikel 🙂
    „Der erste Griff geht zur Wasserflasche, nicht zum Handy“ – gaaaaaaanz wichtig!

    Viele Grüße,
    Anna

    • Marlene

      Danke dir, Anna! 🙂
      Jaaaa, das hat echt lange gedauert, bis ich es verstanden habe..

      Liebe Grüße
      Marlene

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