Warum du ohne Selbstliebe kein gesundes Leben führen wirst

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War vielleicht einer deiner Jahresvorsätze, dieses Jahr endlich abzunehmen und im Sommer die perfekte Bikinifigur zu haben? Aber die Sommerzeit beginnt schon morgen und bei dir hat sich noch nicht so wirklich etwas verändert? Du bist eher frustriert, weil dir der ganze Kram mit Fitness und gesunder Ernährung keine Freude bereitet, sondern dich eher quält? Dann liegt das mit ziemlich großer Sicherheit daran, dass du noch nicht gelernt hast dich selbst richtig zu lieben.
In meinem zweiten Teil meiner Artikelserie zum Thema Selbstliebe möchte ich dir deshalb zeigen, wie Selbstliebe deine Sicht auf Fitness und gesunde Ernährung verändert.

Warum du ohne Selbstliebe kein gesundes Leben führen wirst

Was bedeutet Selbstliebe nochmal?

In meinem letzten Artikel habe ich schon einmal beschrieben, was Selbstliebe eigentlich bedeutet:

Selbstliebe ist ein sehr tiefes Gefühl

Es kommt von innen und kann erst dann entstehen, wenn man sich von der äußeren Welt (den Erwartungen, den Einflüssen, den Idealen) loslöst und den Blick nach innen richtet.

Selbstliebe kann nicht entstehen, wenn du dich selbst nicht voll und ganz akzeptierst und dich somit nicht respektvoll behandelst. Akzeptanz und Respekt sind die Grundsteine der Selbstliebe. Aber was hat das jetzt genau mit Fitness und gesunder Ernährung zu tun?

Fitnesstrend und gesunde Ernährung sind eng mit Schönheitsidealen verknüpft

Wer einmal Instagram oder Facebook öffnet, auf Blogs herumstöbert, den Fernseher einschaltet oder in einer Zeitschrift blättert, wird kaum drum herum kommen mit den Themen Fitness, Ernährung oder einem allgemein gesundem Lebensstil konfrontiert zu werden. An diesen Themen selbst ist nichts Schlechtes dran, ganz im Gegenteil: Eigentlich ist dieser Trend sogar sehr gut! Nur leider wird er meistens aus der falschen Motivation heraus ausgelebt. Denn die Schönheitsideale sind mit diesen Themen ganz eng verknüpft.

Durch die ständige Konfrontation mit perfekten (gephotoshoppten) Körpern in den Medien, entsteht ein hoher Erwartungsdruck auf den Betrachter. Uns wird suggeriert, dass es erstrebenswert ist so auszusehen. Wer nicht so aussieht, ist nicht schön. Wer nicht so aussieht, ist nicht gesund. Wer nicht so aussieht, ist nicht gut genug. Wir beginnen uns mit diesen Figuren zu vergleichen und merken schnell, dass wir dem Ideal nicht entsprechen. Was folgt hat rein gar nichts mit Selbstleibe zu tun, denn wir handeln aufgrund von äußeren Einflüssen und nicht aus innerer Überzeugung.

Selbstoptimierung statt Selbstliebe – Akzeptanz? Fehlanzeige!

Da wir so von den Idealbildern geprägt sind – weil sie uns nun mal ständig umgeben – beginnen wir nur noch die Makel an uns zu sehen. Wir sehen eine schiefe Nase, die außerdem auch noch viel zu groß ist. Wir sehen einen zu dicken Bauch und einfach zu viel Hüftspeck. Wir sehen die Cellulite an unserem Hintern und unsere Beine könnten viel schlanker und länger sein.

Wir sehen kaum noch gutes in unserem Spiegelbild und fangen an es zu verachten. Wir wollen so nicht aussehen und schämen uns für unsere Problemzonen. Es entsteht ein ganz starker innerer Widerstand und damit große Unzufriedenheit. Diese glauben wir zu beseitigen, indem wir anfangen zu kämpfen. Gegen uns selbst. Wir wollen unseren Körper mit biegen und brechen verändern, um endlich zufrieden zu sein.

Selbstzerstörung statt Selbstliebe – Respekt? Fehlanzeige!

Dabei geht es dann oftmals recht radikal zu. Von heute auf morgen gibt es Sanktionen und strenge Diäten. Wir geißeln uns selbst mit Zwängen und Verzichten. Essen Dinge, die wir eigentlich gar nicht mögen, in der Hoffnung danach besser auszusehen. Wir treiben auf einmal exzessiv Sport, überfordern unseren Körper total, oder zwingen uns mit Müh und Not zu einem Workout, dass wir dann doch nur total halbherzig hinter uns bringen.

Der innere Widerstand wird immer größer. Wir spielen gegen unseren Körper, anstatt mit ihm. Wir behandeln uns nicht gut, weil wir denken, dass wir so wie wir sind, nicht gut genug sind. Der Körper ist erschöpft, ihm fehlen Energie und wichtige Nährstoffe, er stagniert. Die ersehnte Veränderung bleibt aus, wir sind gefrustet und unzufrieden. Entweder geben wir dann auf und Fallen in alte Muster (Hallo Jo-Jo-Effekt!), oder unser Verhalten entwickelt sich zu einer Krankheit.

Warum du ohne Selbstliebe kein gesundes Leben führen wirst

 

Meine persönliche Geschichte: Vom Sportmuffel zum Bewegungsjunkie

Ich war schon immer schlank, bin relativ groß gewachsen und habe auch immer gerne und gut gegessen – leider schon immer eher ungesund. Sport habe ich auch eher wenig gemacht. Bis zum Ende meines körperlichen Wachstums hat das ja auch wenig ausgemacht. Aber irgendwann ging es dann nicht mehr in die Höhe, sondern eher in die Breite.

Dazu kamen das erste Smartphone und die immer stärker werdende Präsenz von sozialen Medien. Mit den sozialen Meiden wurde ich immer stärker mit den geltenden Schönheitsidealen konfrontiert. Ich begann mich zu vergleichen und war auf einmal unzufrieden mit mir. Ich sah natürlich nur noch Makel, obwohl ich „normal“ war.

Der Wunsch nach Veränderung

Also wollte ich von heute auf morgen alles ändern, um besser auszusehen. Zwei Wochen lang hat das auch ganz gut geklappt. Aber dann habe ich mich gefragt, warum ich das eigentlich alles mache? Ich begann den Schönheitswahn zu hinterfragen und stellte fest, wie sehr man von der Schönheitsindustrie und den Meiden manipuliert wird. Darauf wollte ich nicht reinfallen.

Rein in die Trotzphase

Also warf ich alles wieder über den Haufen, ernährte mich schlecht und bewegte mich nur sehr wenig. Erst war ich erleichtert, aber mit der Zeit merkte ich, dass ich immer noch unzufrieden war. Dass das an dem schlechten Lebensstil liegen könnte, fiel mir da nie ein. Ich schob es wieder auf meinen Körper und der Kampf begann von vorn.

Ein ständiges hin und her

So ging es viele Male hin und her. Immer wieder von Schönheitswahn in die Trotzphase und aus Unzufriedenheit wieder zurück. In der ganzen Zeit habe ich viel reflektiert und mich intensiv mit mir auseinandergesetzt. Irgendwann habe ich es dann verstanden.

Meine Erlösung: Die Selbstliebe

Akzeptanz

Ich habe den Schönheitswahn endgültig verstanden, mein Verhalten reflektiert und meine Gedanken nach und nach davon distanziert. Ich konnte meinen Körper auf einmal so akzeptieren, wie er ist und mit einem Lächeln in den Spiegel schauen, ohne dabei zu urteilen.

Respekt

Ich habe verstanden, dass mein Körper mein Zuhause ist, er ist mein Tempel. Ich werde mein Leben lang darin wohnen und wie lange das ist, hängt davon ab, wie ich ihn behandle. Also bitte so gut wie möglich! Auf einmal war klar, dass es mir ja gar nicht richtig gut gehen kann, wenn ich nur Scheiße fresse und mich so gut wie nie bewege. Dafür wurde ich doch nicht gemacht!

Veränderung kommt immer von Innen

Nachdem ich das alles erkannt hatte, veränderte sich mein Verhalten automatisch. Ich habe viel bewusster gegessen, habe wirklich darauf geachtet, was ich meinem Körper eigentlich zuführe und was er letztendlich davon hat.

Ich bin auf einmal mit Freude zum Sport gegangen und das mehrmals die Woche. Der innere Schweinehund, den gab es nicht mehr. Es gab keinen Widerstand mehr in mir. Denn ich weiß, dass es mir gut tut und dass ich es einzig und allein für mich mache. Für mein Wohlergehen.

Nach einiger Zeit habe ich dann bemerkt, dass mir meine Klamotten nicht mehr so richtig passen, ich auf einmal immer einen Gürtel brauche und damit er wirklich hält auch noch ein zusätzliches Loch stechen musste. Die ersten Leute aus meinem Umfeld sprachen mich an, ob ich abgenommen hätte.

Mein Körper hatte sich verändert, ohne dass ich es darauf abgesehen hatte, ohne dass ich es sofort bemerkt hatte. Ich bin dem Idealbild näher gekommen, aber das ist mir jetzt egal.


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Warum du ohne Selsbtliebe kein gesundes Leben führen wirst


Welche Erfahrungen hast du in diesem Bereich gemacht? Findest du auch, dass Selbstliebe der Schlüssel zum Erfolg ist, oder siehst du es ganz anders?

Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen! Ich freue mich auf einen Austausch mit dir! 🙂

Vergiss nicht: Du bist schön, egal in welcher Form!

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3 Kommentare
  • Chrissi

    Antworten

    Hallo Marlene,
    auch diesen Beitrag finde ich super interessant!
    Die Grafik stellt das Ganze wirklich gut dar.

    Selbstliebe habe ich nämlich noch nie wirklich mit Fitness/Ernährung gleichgesetzt – dabei hast du schon recht; unser Schönheits- und Selbstbild wird sehr davon beeinflusst.
    Vielleicht hatte ich auch deswegen noch nie wirklich Freude am Sport (Yoga ausgenommen)…? Hmm. Da kann ich nur sagen: Danke für den Denkanstoß!

    Ich freue mich auf die nächsten Teile!
    Liebe Grüße,
    Chrissi

    • Marlene

      Hallo Chrissi,

      vielen Dank für deine lieben Worte! 🙂

      Genau, ich habe es auch lange Zeit nicht im Zusammenhang gesehen und bin genau deshalb immer wieder in so eine Trotzphase zu allem geraten, was eigentlich gut für mich wäre, aber viiiel zu eng mit Schönheitsidealen verknüpft ist.

      Wenn man sich dann aus Selbstliebe auf sich und seine (Gesundheits-)Bedürfnisse konzentriert, anstatt einem Ideal nachzueifern, ist die Blockade auf einmal weg. Bei mir hat das wirklich Wunder gewirkt! 🙂

      Liebste Grüße
      Marlene

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