Wie du es schaffst dir treu zu bleiben

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Ich werde immer wieder gefragt, wie ich es schaffe meinem eigenen Weg treu zu bleiben, auf meine Intuition zu hören und mich nicht von den Meinungen anderer beeinflussen zu lassen. Auch mir fiel und fällt das nicht immer hundertprozentig leicht, aber dennoch habe ich einige Etappen hinter mir, die mich mehr in meine Mitte und zu dem Lebensweg geführt haben, der mich erfüllt. Deshalb möchte ich heute meine wichtigsten Schritte und Tipps für den eigenen Herzensweg mit euch teilen.

Wie du es schaffst dir und deinem Herzensweg treu zu bleiben

Die 8 wichtigsten Schritte

Dein Herzensweg wird nicht einfach „vom Himmel fallen“ und von heute auf morgen ganz klar vor dir liegen. Es ist – wie so vieles im Leben und der persönlichen Entwicklung – ein Prozess, den es zu erfahren gilt. Mach dir also keinen Stress, wenn du noch nicht so ganz genau weißt, wie dein Herzensweg aussieht. Zuerst einmal reicht das innere Bedürfnis, ein erfüllteres Leben zu führen und etwas anders zu machen als bisher!

1. Schritt: Realisieren, was du NICHT willst!

Bevor du weißt, was du willst, musst du vielleicht erstmal die Erfahrung machen, was du ganz sicher nicht willst. Bei mir war da meine Ausbildungszeit sehr lehrreich. Ich habe viel gelernt darüber, was ich zwar kann, aber nicht so gerne mache. Stattdessen habe ich auch viele Impulse dafür bekommen, was ich lieber mit meinem Leben anfangen möchte. In dieser Zeit ist auch daseinealles.de entstanden.

Aus diesen wertvollen Erfahrungen kannst du dir ganz schnell Grenzen ableiten:

Wo ist deine „Schmerzgrenze“ bei bestimmten Tätigkeiten? Welche Wertvorstellungen hast du? Was macht dir wirklich Spaß und was machst du vielleicht nur, weil du es gelernt hast und ganz gut kannst? Bei welchen Themen oder Tätigkeiten leuchten deine Augen? Und welche machst du nur, weil du musst und dafür geeignet bist?

Übrigens: Es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen „Ich kann das wohl“ und „Ich brenne dafür“!

2. Schritt: Visualisieren, was du stattdessen willst!

Dieser und auch der erste Schritt sind Prozesse, die bei mir immer noch andauern. Zwar sind es keine gravierenden Entdeckungen mehr, aber dennoch lerne ich immer noch und immer wieder neues über mich und die Möglichkeiten, die es für mich gibt.

Am Anfang wird es – je nach deiner Ausgangssituation – wahrscheinlich einen extremen Unterschied zwischen IST- und SOLL-Situation geben. Mit der Zeit gleichen sich beide aber immer näher an, was jedoch nicht bedeutet, dass sich dein SOLL-Zustand nicht mehr verändern wird!

Schritt für Schritt zum Ziel

Nachdem du also die ersten großen Grenzen gesetzt hast, um auszuschließen, was du in Zukunft nicht mehr tun willst, stellt sich nun die große Frage, was du denn stattdessen mit deinem Leben anfangen möchtest. Wie gesagt, fällt dein Herzensweg nicht einfach vom Himmel, sondern wird Schritt für Schritt erschlossen. Meine Empfehlung ist im ersten Schritt aus dem Bauch heraus einfach mal aufzuschreiben, was man schon immer gerne gemacht hat, bei welchen Aktivitäten man in einen Flow-Zustand gerät oder mit welchen Themen man sich stundenlang auseinandersetzten könnte, ohne dass einem langweilig wird.

An dieser Stelle kann ich dir auch sehr die Anleitung von Chrissi (zentreasures.de) empfehlen, die dir genau erklärt, wie du dein Ikigai findest. Was das bedeutet, kannst du direkt in ihrem Artikel „Ikigai – so findest du deinen Grund morgens aufzustehen“ nachlesen.

Ich habe ein kleines Notizbuch , in das ich immer wieder herein schreibe, wie ich mir mein Leben vorstelle, was ich gerne mache, was mir Freude bereitet usw. Das ist ganz abstrakt angefangen und wird immer konkreter. Am schönsten ist dann zurückzublättern und zu sehen, was man von den Dingen, die mal Träume waren schon zur Realität gemacht hat!

3. Schritt: Machen!

Vom aufschreiben und visualisieren allein wird sich noch nichts verändern. Wichtig ist, dass du anfängst! Überlege gar nicht lange herum, sondern probiere dich aus. Nur so erfährst du, welche Möglichkeiten du weiterhin in Erwägung ziehen willst und welche lieber nicht.

Ich habe in meiner Ausbildungszeit einfach angefangen mir meinen Blog aufzubauen und Texte zu schreiben und auch so viele neue Dinge in meinem Alltag ausprobiert (von Essgewohnheiten bis Freizeitaktivitäten – denn zum Herzensweg gehört mehr als nur der berufliche Weg!). Es haben sich nach und nach viele kleine aber auch große Dinge in meinem Leben verändert und daraus sind häufig viele neue tolle Möglichkeiten und Impulse entstanden, die mich immer weiter in eine Richtung geführt haben.

4. Schritt: Mach es für dich und nicht für andere!

Ich habe viel zu lange, und viel zu viel, mit viel zu vielen (und den falschen) Menschen darüber geredet, was ich alles machen will, wie sich mein Leben verändern und in Zukunft aussehen soll. Dabei habe ich mehr geredet, als wirklich etwas zu unternehmen. Häufig hatte ich das Gefühl, ich müsste mich für meine neuen Lebensvisionen rechtfertigen und das habe ich auch zuhauf getan. Ich habe so viel Energie in diese Rechtfertigungen verschwendet, dass mir am Ende kaum noch etwas übrig blieb, um daran zu arbeiten meinen Zielen näher zu kommen.

Meine Empfehlung: Arbeite lieber im Stillem für dich und rede erstmal gar nicht so viel (und vor allem nur mit wenigen Menschen) darüber. Es nimmt dir auf der einen Seite den Druck anderen etwas beweisen zu müssen und auf der anderen Seite kannst du den Fokus voll auf deine Fortschritte legen und verschwendest im Gegensatz zu mir keine Energie in Rechtfertigungen, was dich wiederum schneller in die richtige Richtung bringt.

5. Schritt: Sozialhygiene!

Wie oben schon erwähnt, solltest du dir im Vorfeld überlegen mit wem du über deine Vorhaben sprichst. Es ist sehr anstrengend engstirnigen Menschen, die sowieso nicht bereit sind ihren Horizont zu erweitern, in deine neue Welt einzuweihen. Hier beginnen dann die Rechtfertigungen, die dir viel zu viel Energie rauben. Finde stattdessen die Menschen, die genauso denken wie du und dich in deinen Vorhaben unterstützen, statt alles in Frage zu stellen.

Vielleicht hast du jemanden in deinem Umfeld, der in einer ähnlichen Situation steckt wie du, sodass ihr euch austauschen und gegenseitig motivieren könnt. Wenn nicht ist das auch kein Problem, denn es geht heute wirklich schnell über Interessengruppen in Sozialen Netzwerken Gleichgesinnte kennen zulernen, sich auszutauschen und sogar tiefe Freundschaften entstehen zu lassen. In diesem Punkt sind Soziale Netzwerke wirklich Gold wert!

6. Schritt: Positives Denken!

Eigentlich ist das die Regel Nr. 1 schlecht hin: Glaube an dich! Du bist die Person, von der abhängt, wie dein Leben verlaufen wird. Du hast die Zügel in der Hand und deshalb entscheidest auch nur du darüber wie weit du kommen wirst! Mach dich niemals zum Opfer der Umstände, sondern entdecke die Kraft, die in deiner Entscheidungs- und Handlungsfreiheit liegt immer wieder neu!

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Ich habe es geschafft meine Ausbildung ohne einen Ausbildungsbetrieb zu beenden, obwohl niemand sonst wirklich daran geglaubt hat, dass das überhaupt möglich ist. Alles was ich letztendlich sagen musste war „Ich möchte diesen Weg gehen. Ich glaube daran, dass es funktionieren wird und außer mir muss das auch niemand anders tun. Ich schaffe das!“.  Und siehe da: Ich habe die Ausbildung erfolgreich beendet.

Think big! Trau dich auch mal ganz andere Wege einzuschlagen, die vielleicht gar keine Möglichkeit zu sein scheinen. Es gibt so viele Möglichkeiten auch außerhalb eines bestimmten Rahmens oder Schemas. Öffne dich dafür, schau hin! Und dann greife die Chance am Schopf und mach sie zu deinem nächsten Schritt auf deinem Herzensweg. Es ist alles möglich!

7. Schritt: Achtsamkeit!

Eine Sache die häufig vernachlässigt wird: Achtsamkeit. So gern du auch mit Vollgas nach vorne preschen willst, solltest du nicht vergessen bewusst vorzugehen und immer wieder reinzufühlen, ob der nächste Schritt wirklich deiner ist oder dir von außen in den Kopf gepflanzt wurde.

Dabei kann es sich sowohl um Entscheidungen aus projizierten Ängsten anderer handeln als auch um die Ideen und Vorgehensweisen, die du bei anderen „abgeschaut“ hast. Deine Familie und Freunde könnten z.B. Sorgen äußern, die du vorher nicht hattest und nun deine Entscheidungen beeinflussen (auch ein Grund nicht jeden in deine Pläne mit einzubeziehen 😉 ). Auf der anderen Seite könntest du zu viel Inspirationen von außen „konsumieren“, sodass du die Konzepte und Strategien von anderen adaptieren willst, obwohl sie eigentlich gar nicht so richtig zu dir passen.

Also schau immer mal wieder genauer hin und horche nach innen. Vor allem dann, wenn du dir bei einer Entscheidung nicht so richtig sicher bist.

8. Schritt: Den Ängsten Raum geben!

Hört sich vielleicht erstmal komisch an, aber ist meiner Meinung nach super wichtig. Ängste sind nämlich immer da, bei jedem von uns. Vor allem wenn wir uns dazu entschlossen haben unser Leben umzukrempeln. Sie sind ein Bestandteil des Prozesses und wir können nicht wirklich viel dagegen tun.

Was du auf keinen Fall tun solltest: Deine Ängste ignorieren und so tun als hättest du sie nicht.

Warum? Wenn du einen Teil von dir nicht annimmst (egal welcher es ist), entsteht in dir ein Widerstand und je länger dieses Verdrängen geht, desto größer wird auch der innere Widerstand. Dieser Widerstand ist ein Energieräuber, der dir rein gar nichts bringt außer negativem Stress. Die Angst ist aber immer noch da. Also eine schlechte Rechnung oder?

Stattdessen nimm deine Angst ganz bewusst wahr. Nimm sie an! Schau sie dir an, sieh wo sie herkommt und versuche ihre Ursache auszulöschen. Manchmal geht das ganz einfach, aber einige Ängste und deren Ursachen sitzen sehr tief und können nicht so einfach aufgelöst werden. Nichtsdestotrotz: Lass dich niemals von deiner Angst leiten. Erinnere dich daran, dass sie dich nicht definiert und dich nur davon abhält das Leben zu führen, was du dir von Herzen wünschst. Um es in den Worten von Elizabeth Gilbert auszudrücken:

„Die Angst darf mitfahren, aber niemals ans Steuer!“


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Wie weit bist du auf deinem Herzensweg und was sind deine Schwierigkeiten oder Tipps dabei?

Lass es mich gern in den Kommentaren wissen! 🙂

Alles Liebe

 

 

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1 Kommentare
  • Chrissi

    Antworten

    Hallo liebe Marlene!

    Danke für diesen superguten Beitrag, der nicht einfach nur „folge deinem Herzensweg!!“ ruft, sondern auch wirklich konkrete, realistische Tipps gibt.
    Zu hinterfragen, was man eigentlich NICHT will, wird so oft vergessen. Dabei kann einen das schon einen großen Schritt voran bringen.

    Visualisieren ist eine der effektivsten Techniken, auch wenn mir persönlich das nicht immer so leicht fällt. Je nachdem, wie groß der Traum/die Sache ist, die ich visualisieren will – und ob ich eben insgeheim wirklich daran glaube oder doch noch zweifle. Aber es funktioniert doch immer wieder. Danke an dieser Stelle auch für die Verlinkung meines Ikigai-Beitrags! 🙂

    Auch den anderen Punkten stimme ich zu. Seinen Ängsten Raum zu geben und sie nicht zu unterdrücken, ist so enorm wichtig. Ängste sind ganz natürlich; sie müssen nicht verdrängt werden. Nur wer sie akzeptiert, kann sie lösen. So zumindest meine Erfahrung bisher.

    Schön, dass du wieder regelmäßiger bloggst! <3

    Liebe Grüße,
    Chrissi

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